Entgeltstudie

Was man in den Pflegeberufen in Deutschland verdient

Ambulante Pflegekraft unterstützt Pflegebedürftigen mit Demenz im Alltag
Ambulante Pflegekraft unterstützt Pflegebedürftigen
mit Demenz im Alltag. © BMG / Thomas Köhler (photothek)

Mit dieser Fragestellung wurde 2015 erstmals die tatsächliche Bezahlung aller Pflegefach- und Pflegehilfskräfte in der Altenpflege und im Krankenhaus in den 16 Bundesländern ausgewertet. Dabei wurden die Jahresarbeitsentgelte aller Vollzeitkräfte einschließlich sämtlicher Sonderzahlungen wie Urlaubsgeld und Schichtzulagen berücksichtigt.

 

Das Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hat inzwischen mehrere Aktualisierungen vorgenommen und veröffentlicht. Die Auswertungen zeigen einen deutlichen Anstieg der Verdienste. Es bestehen aber je nach Region deutliche Unterschiede. Krankenpfleger verdienen eher gut und Altenpfleger im Vergleich dazu deutlich schlechter.

 

Die Auswertung (Stand 29. September 2021) finden Sie hier.

 
Ungewollte Teilzeit
Die Entgelt-Studie aus 2015 legte außerdem offen, dass viele Pflegekräfte ungewollt in Teilzeit arbeiten. Demnach hat nur rund jede zweite beschäftigte Pflegefachkraft eine Vollzeitstelle. Bei den Helferberufen in der Pflege liegt die Teilzeitquote teilweise sogar deutlich über 70 Prozent. Die Gründe für eine Teilzeitbeschäftigung sind vielfältig: Beispielsweise sind in den westdeutschen Bundesländern für Altenpflegefachkräfte vor allem persönliche und familiäre Gründe ausschlaggebend, darunter das Fehlen von Kinderbetreuungsplätzen. Dagegen arbeitet in den ostdeutschen Bundesländern die Hälfte von ihnen nur deshalb in Teilzeit, weil sie keine Vollzeitstelle finden.

 

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